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Schlosspark Ostrau

Ehemalige Schlossgärtnerei

vor der Brücke zur Schlossinsel auf der linken Seite der Schloßstraße. Den Eingang zieren zwei steinerne Urnen mit den Namen der Dioskuren (Zeussöhne) Kastor und Polydeukes (lat. Pollux).

Einst nannte man diese Gärtnerei auch Zedergarten, weil hier wohl entsprechende Pflanzen vom Schlossgärtner selbst gezogen wurden.

Im Zedergarten befand sich auch der Zedergartenpavillon aus dem Beginn des 18. Jahrhunderts.

Teehäuschen

auf der Wallmauer rechts, bevor man den Weg Richtung Parktor hinunter geht. Das um 1800 errichtete Häuschen wurde auch als Sonnenpavillon bezeichnet, weil sich innen an der Decke die Sonne, umgeben von den Sternbildern, befindet.

Hundegrabmal

auf halbem Wege zwischen Teehäuschen und Parktor, rechts. Das Grabmal wurde 1937 in der Werkstatt von Steinmetz- und Steinbildhauer Kurt Scholz, Zörbig, gefertigt:

„HIER LIEGT MEIN TEUER FREUND UND LANGJÄHRIGER BEGLEITER

- A S T O R -

EIN WINDSPIEL

ER LEBTE VOM 26.02.1923 BIS 20.08.1937

H.H.v.V.

Der Rüde Astor und die Hündin Cadja (Whippets) waren die Begründer der Ostrauer Zucht, in deren Stammbäumen die Namen von Tieren aus der Zucht Friedrich des Großen verzeichnet sind.

Der Schlosspark

wurde angelegt von Otto Ludwig von Veltheim (1672–1714), dem Bauherrn  der Schlosskirche und des neuen Schlosses. Da O.L.v.V. 1714, ca. 1 Jahr nach Vollendung des Schlosses starb, muss er folglich damit, den die Schlossinsel umgebenden Park anzulegen, mindestens schon um 1713 / 14 begonnen haben.

Im Laufe der Zeit wurde der Park zu einem Englischen Garten (naturbelassener Landschaftsgarten) umgewandelt. Im Jahre 1779 berichtet ein Gast, dass er fast lauter ungewöhnliche und ausländische Arten von Bäumen enthielt, die ihm wenigstens größtenteils ganz unbekannt waren.

In die weitere Gestaltung wurde auch der einstige große Mühlteich einbezogen, indem man ihn durch mehrere Inseln unterteilte.

Goethe-Weg

Wenn man über die kleine Brücke in den Park kommt, sieht man rechts einen Stein mit der Bezeichnung Goetheweg. Das Datum 22.3.1932 deutet auf den 100. Todestag Goethes hin. H.H.v.V. = Hans-Hasso von Veltheim.

Pfad der Ferne

Geht man rechts den Goetheweg aufwärts, kommt man auf halber Höhe zu einem Stein mit der Aufschrift „Pfad der Ferne“. Das Datum 10.05.1931 weist auf das Geburtsdatum des Synologen Richard Wilhelm hin (10.05.1873). Von dort zweigte nach rechts ein kleiner Pfad ab, der in das ferne China zum Denkmal für Prof. Dr. Richard Wilhelm an der Parkmauer führte. Das Denkmal war ebenfalls mit dem 10.05.1931 datiert. Die Steinplastik, die auf dem Sockel stand, war eine Guanyin (eine besonders liebenswerte weibliche Gestalt im chinesischen Buddhismus).

Dr. Rudolf-Steiner-Weg

Vom Pfad der Ferne weiter zum östlichen Parktor. Links vom Tor befindet sich ein großer Stein mit der Inschrift : „Dr. Rud. Steiner-Weg“. Das Datum 27.2.1931 kennzeichnet den 70. Jahrestag der Geburt von Steiner am 27.2.1861. Zu Steiner trägt Veltheim selbst in sein Gästebuch ein : „Am Mo., 30.3.25 vorm. 10.00 Uhr starb mein großer Lehrer und Freund Dr. Rudolf Steiner.“

Ginkgo biloba

Zurück zum Goethewegstein. Geht man jetzt geradeaus in den Park hinein, fällt links vom Weg sofort der große, über 27 m hohe, männliche Ginkgo biloba auf.

Der wahrscheinlich älteste Ginkgo Deutschlands befindet sich am Ostgiebel der Schlosskirche zu Harbke (ehem. V. Veltheimischer Besitz). 1781 hatte man dort zwei Bäumchen dicht nebeneinander gepflanzt, so dass ein weiblicher und ein männlicher Ginkgo zu einem Stamm zusammenwuchs.

Schwefelteich, Sumpfzypressen und Kastanien

Der Weg führt weiter bis zum kleinen Schwefelteich auf der linken Seite. Nach alten Veltheimischen Beschreibungen soll der Teich eine warme, schwefelhaltige Quelle besitzen.

In Ufernähe befinden sich zahlreiche Sumpfzypressen. Auf der Uferseite in Richtung Parkmauer steht ein besonders altes und schönes Exemplar.

Rechts vom Weg stehen einige Kastanien, die schon auf einer alten Zeichnung zu sehen sind. Damals hatten die Bäume noch Luftwurzeln, die von oben herab bis auf die Erde reichten.

Familienfriedhof

Hinter den Kastanien finden wir die letzten Grabstätten der Familie von Veltheim-Ostrau. Sie wurden angelegt, nach dem in den Erbbegräbnisgewölben unter der Schlosskirche kein Platz mehr für weitere Särge vorhanden war. Hier wurden unter anderem beigesetzt : Die Großeltern von H.H.v.V., Clara Amalie v. V. geb. Grah (1836 – 1899) und Ludolf v. V. (1830 – 1900). Der Vater von H.H.v.V., Franz Heinrich v. V. (1856 – 1927). Der kleine Grabstein mit dem Kränzchen war für Achaz v. V. aufgestellt worden, einem Söhnchen von Elisabeth v. V. (1897 – 1993), das im Kindesalter an Meningitis gestorben war.

Anthroposophischer Gedenkstein

auf dem Familienfriedhof aus rötlichem deutschen Granit in kristallähnlicher Form. Von dem anthroposophischen Architekten Felix Kaiser, Stuttgart, entworfen (wie auch die Grabkapelle der Schlosskirche). Ausgeführt von Kurt Scholz, Zörbig. Eine Seite des Steines enthält die Inschrift :

Dem Andenken seiner geliebten Mutter

Klara von Leipzig-Wolframsdorf geb. Herbertz

(ihr Vater, der geheime Justizrat Dr. Herbertz, Köln, war ein Freund Bismarks und 1871 Berater der deutschen Deligation bei den Verhandlungen des Frankfurter Friedensvertrages, mit dem der Deutsch-Französische Krieg beendet wurde)

gesch. von Veltheim

geb. Köln 30.XII.1861

gest. München 28.XII.1925

widmet diesen Stein an ihrem 75. Geburtstage (1936!)

ihr ältester Sohn

Hans-Hasso v. V. – Ostrau

Auf zwei anderen Seiten des Steines stehen Verse aus dem Spruchbüchlein "Gottesfreundschaft" von dem Pfarrer der Christengemeinschaft Rudolf Meyer:

Willst Deinen Toten Du zur letzten Ruh’ geleiten

musst du den Seelenpfad im Geist mit ihm beschreiten.

Bedenk, ob Du es bist, der leidet, ringt und handelt :

Du selbst musst Brücke sein, auf der ein andrer wandelt.

Vor dunkler Wolkenwand ein heilger Farbenbogen

Im ew’gen Werdeglück von Sein zu Sein gezogen.

Dein Herz muss still sein, in tiefe Gruft versenkt :

Nur schweigend keimt die Kraft, die Deinen Grabstein sprengt.

Im Heil’gen Geist geeint, erbilden wir die Welt :

Die Erde steigt ins Licht, indess die Schlacke fällt.

Der Oberberghauptmann (1785-1839)

Geht man an der Parkmauer entlang, erreicht man zur Linken ein Denkmal mit folgenden Inschriften :

Dem herrlichen Vater,

dem Königl. preußischen Oberberghauptmann

Franz Wilhelm Werner von Veltheim,

geb. 10. Nov. 1785 in Rothenburg / S.,

gest. 31. Dez. 1839 in Stolpe,

und der geliebten Mutter

Marianne von Veltheim,

geb. Gräfin von Veltheim,

geb. 26. Februar 1794 in Harbke,

gest. 10. Mai 1844 in Berlin,

widmet dies Denkmal

am Lieblingssitz beider

der jüngste Sohn Ludolph Heinr. v. Veltheim.

Der Lieblingssitz beider war die sogenannte „Bergbank“ von der aus zwei Schneisen einen Blick auf den Nordflügel des Schlosses und auf den Petersberg frei gaben.

Der Oberberghauptmann Franz Wilhelm Werner von Veltheim hat wesentlich zur weiteren Gestaltung und Vollendung der Parkanlagen beigetragen. Er war ein bedeutender mitteldeutscher Geologe, Mitglied der Leopoldina, 1815 Oberbergamts-Direktor in Halle (im Bergamt Halle, Domplatz 1). 1835 trat er an die Spitze der gesamten Verwaltung des Berghütten – und Salinewesens im damaligen Königreich Preußen und war somit Mitglied des Preußischen Staatsrates. In den Befreiungskriegen bildete er 1813 aus Freiwilligen der Beamten, Berg- und Hüttenleuten der ehemaligen Grafschaft Mansfeld und aus der bergbauenden Bevölkerung der ehemaligen Grafschaft Mark ein Pionierbataillon. Ein Lied aus jenen Tagen beginnt folgendermaßen: „Als Veltheim uns zusammenrief, da gings mit Bonaparte schief.“

Urnenverziertes Denkmal

für

Friederike Albertine von Veltheim,

geborene von Pannewitz.

Unvergesslich, dein Andenken sei uns heilig

und Dein Leben Beispiel,

gut und edel zu werden wie Du.

Dein Geist umschwebe uns

und sein der Schutzengel Deiner Kinder.

Sie ward zu Königsberg geboren

den 2. Februar 1751.

Starb zu Rothenburg den 2. März 1789.

Friederike Albertine v. V. galt als besonders wohltätig. Das Denkmal ließen ihre dankbaren Söhne aufstellen. Ihr Mann Karl Christian Septimus v. V. (1751 – 1796) musste seine Familie wegen der großen Schulden verlassen. Er floh nach Holland, um in einem für dessen Kolonien bestimmten Regiment Dienst zu tun und starb am 10.11.1796 zu St. Domingo als Großbritannischer Rittmeister bei den Hompesch-Husaren (er erlag dem tropischen Klima).

(Zusammengestellt von Pfr. i.R. Dieter Pretzsch, 2000)



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