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HHvV und seine Mutter Clara von Veltheim

Hans-Hasso von Veltheim (1885–1956)

Geboren am 15. Oktober 1885 in Köln als Sohn von Franz Heinrich von Veltheim und Clara von Veltheim, geb. Herbertz (später: von Leipzig-Wolframsdorf). Sein vollständiger Name lautet: Hans-Hasso Martin Ludolf von Veltheim auf Ostrau, Groß-Weissand und Garendorf.

1907–1911 Studium der Kunstgeschichte an der Universität München. Am 21. Juni 1912 promoviert (Dr. phil.) er auf der Universität Bern im Hauptfach Kunstgeschichte mit summa cum laude.  Nebenfächer: Geschichte und Philosophie sowie englische Literaturgeschichte. Seine Dissertation zum Thema Burgundische Kleinkirchen bis 1200 erschien bei Eugen Bensch, München 1913.

Am 5. November 1908 erhält H.-H. von Veltheim das Patent der Federation Aeronautik International als Freiballonführer. Bis zum Ausbruch des 1. Weltkrieges führte er 58 Freiballonfahrten.

Von Beginn bis zum Ende des 1. Weltkrieges (1914–1918) befand er sich an der Front – nach dem Vormarsch durch Belgien meistens an der Ypernfront. 1916 ist er etwa 1 Jahr lang Kommandant eines Zeppelin-Luftschiffes. Vom 31. Mai bis 1. Juni 1916 nahm H.-H. von Veltheim als einziger Armee-Offizier in der Eigenschaft eines Verbindungsoffiziers zur Hochseeflotte als Artilleriebeobachter im Vormars (vorderer Mastkorb) des Panzerkreuzers Moltke an der Skagerrak-Schlacht (einzige große Seeschlacht im 1. Weltkrieg) teil.

Seit 1918 Ehrenritter des Johanniter-Ordens, Ritter des Eisernen Kreuzes 1. Klasse von 1914 und zahlreicher anderer hoher Orden.

Am 19. Oktober 1927 stirbt sein Vater Franz Heinrich von Veltheim. H.-H. von Veltheim wird nach einem Rechtsstreit mit seiner Stiefmutter Emmy von Veltheim und seinem Stiefbruder Georg von Veltheim freier Besitzer der Fideikommisse Ostrau und Groß-Weissand.

1927 bis frühestens 1933 wird Gut Ostrau mit allen Gebäuden und der weitläufigen Parkanlage durch ihn unter Beauftragung hiesiger Handwerker instand gesetzt und umgebaut. Es folgen weitläufige Reisen v. a. nach Asien. Viele teils namhafte Gäste kehren bis 1945 auf Schloss Ostrau ein. Darunter Anthroposophen, Gelehrte, Künstler.

H.-H. von Veltheim wirkt maßgeblich als Schriftsteller. Sein opus magnum bilden die vier veröffentlichten Bände der Tagebücher aus Asien: Tagebücher aus Asien. 1937–1939. Bali, Berlin 1943; Tagebücher aus Asien. Erster Teil. Bombay, Kalkutta, Kashmir, Afghanistan, die Himalayas, Nebal, Benares. 1935–1939, Köln 11951 (Hamburg 21956); Der Atem Indiens. Tagebücher aus Asien. Neue Folge. Ceylon und Südindien, Hamburg 11954 (21955, 31959, 41965); Götter und Menschen zwischen Indien und China. Tagebücher aus Asien. Dritter Teil. Birma, Thailand, Kambodscha, Malaya, Java und Bali. Unter Mitwirkung von Maria Stephan. Aus dem Nachlass herausgegeben von Gerhard Gebhard, Hamburg 11958 (21965).

Nach dem Einmarsch der Amerikaner 1945 in Ostrau wird H.-H. von Veltheim angeboten, sein gesamtes Hab und Gut in die westlichen Besatzungszonen zu transportieren. Zu dieser Zeit ist die Musikinstrumenten-Sammlung des Händelhauses Halle nach Schloss Ostrau ausgelagert. Nach dem Abzug der Amerikaner kommt es zur Übernahme Ostraus durch die Sowjets und so wird am 14. Oktober 1945 (einen Tag vor seinem 60. Geburtstag) die Bodenreform für die damalige Provinz Sachsen in Ostrau eingeführt und H.-H. von Veltheim enteignet. Am 1. November 1945 flüchtet er über die „Grüne Grenze“ in den Westen Deutschlands, und lässt so seine große Kunstsammlung (v. a. Asiatika), das Gutsarchiv, die umfangreiche Bibliothek, den Großteil seiner Habe in Ostrau zurück.

Hans-Hasso von Veltheim strab am 13. August 1956 im Sanatorium Utersum auf der Insel Föhr in seinem 71. Lebensjahr. Am 14. August 1956 fand die Totenfeier im Friesendom zu Nieblum statt. Propst Gottfriedsen hielt die Traueransprache. Am 16. August 1956 Einäscherung im Krematorium zu Flensburg. Am 22. Oktober 1956 wurde seine Urne in Köln auf dem Melaten-Friedhof, auf der Grabstelle des Vaters des Kölner Rechtsanwalt Dr. Heinrich Hehemann, durch den Freund und Pfarrer der Christengemeinschaft Reinhard Wagner beigesetzt.

Mitte 1990 wurde die Urne von Köln nach Ostrau überführt. Am 13. Oktober 1990, kurz vor Veltheims 105. Geburtstag und 34 Jahre nach seinem Tod, fand die Beisetzung der Urne in der dafür von ihm selbst in der Schlosskirche Ostrau eingerichteten Grabkapelle statt.



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