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Veltheims Gäste - Eine Auswahl

Clara Rilke-Westhoff

geb. Westhoff. Sie hatte sich von Rainer Maria Rilke getrennt und lebte als Malerin und Bildhauerin in Fischerhude bei Bremen, wo sie 1923 von Dr. Hans-Hasso von Veltheim besucht wurde. Bei dieser Gelegenheit schuf sie eine Büste Veltheims. Zusammen mit ihrem Bruder Helmuth Westhoff besuchte sie, noch vor dem Tode ihres Mannes (29.12.1926), Veltheim am 21.12.1924 in dessen Berliner Wohnung.

Eintragungen im Gästebuch I  S.423, 1924.

Ernst Penzoldt 

(1892 – 1955) Dichter, Dramatiker, Bildhauer und Maler. Nazigegner. Befreundet mit dem Verleger Ernst Heimeran.

Häufiger Gast auf Schloss Ostrau.

Am 13.11.1950 sprach er selbst im Bayrischen Rundfunk seine berühmte Stellungnahme zur Wiederbewaffnung in der damaligen BRD: „Ein Vorschlag zur Güte“. Er starb am 27. Januar 1955 in München – ein Jahr vor Veltheims Tod (13.08.56).

Eintragung im Gästebuch I, S. 137

Ernst Penzoldt   20.09.1922

Friedi Penzoldt   20.09.1922

Zeichnung von Ernst Penzoldt im Gästebuch I, S. 136, vom 20.09.1922, Penzoldt selbst auf einem Esel reitend.

Peter Suhrkamp

(1891 – 1959), Verleger und Gründer des Suhrkamp Verlages. Im April 1944 wegen angeblichen Hoch - und Landesverrat von der Gestapo verhaftet. Im Februar 1945 wurde er auf dem Krankheitshöhepunkt einer schweren Lungenkrankheit auf Betreiben von Baldur von Schirach aus dem KZ Sachsenhausen entlassen.

Annemarie Suhrkamp

geb. Seidel (Schwester der bekannten Schriftstellerin Ina Seidel).

In Veltheims Tagebuch von 1942 sind die Suhrkamps vom 20.04. bis 30.06.1942 als Logiergäste eingetragen.

In dem Tagebuch heißt es u. a.:

Do., 23.04.1942: „Übergebe etwa 120 meiner Original-Lichtbilder von Bali Herrn Suhrkamp für mein in seinem S. Fischer-Verlag erscheinendes Bali-Buch“ (davon sind im erschienenen Bali Buch 67 Lichtbilder enthalten).

Mi., 11.11.1942: „Vorm. in Berlin im Suhrkamp – (vorm. S. Fischer-Verlag).“

(Beim Bombardement auf Berlin 1944 wurde auch das Berliner Verlagsgebäude getroffen und alle Druckvorlagen (eben auch die Lichtbilder) gingen dabei verloren.)

Pandit Dipak Datta Choudhri

(Pandit = Gelehrter – entspricht etwa unserem Doktor)

Der damals dreißigjährige Choudri, ein aus einer Brahmanenfamilie (Priesterkaste) stammende Hindu und Neffe Rabindranath Tagores und Anhänger sowie persönlicher Schüler Mahatma Gandhis. Er hielt sich im August und September 1936 vierzehn Tage in Schloss Ostrau auf.

Eintragung im Gästebuch Ostrau:

„Ich kam in das Arierland Europas, dachte aber niemals daran, dort einen militanten Philosophen zu finden. Hans Hasso von Veltheim und Ostrau gab mir eine innere Anschauung davon, wie sich Deutschland entwickelt hat. Genau so wie er auf unser Mutterland Indien blickt, sehe ich in ihm unseren arischen repräsentativen Bruder.“

3. September 1936

Pandit Dipak Datta Choudhri

Aus Calcutta (Indien)

Pandit Rishiram

Direktor des Dayanand – College, Lahore, Indien. 

Eintragung im Gästebuch Ostrau:

„In Ostrau und Hans Hasso von Veltheim fand ich eine Verbindung von Aristokratie, Einfachheit, höchster Menschlichkeit und Tiefsinn, wie man sie heute in der Welt der Widersprüche nur selten findet.“

19. August 1936

Pandit Rishiram

Sri Mohonlal Gongopadhyaya - Tagore

(Enkel Rabindranath Tagores) 

Eintragung im Gästebuch Ostrau:

„Zu Weihnachten fand ich hier Zuflucht, fern der Zivilisation, in der der Mensch sein eigenes Selbst verliert, und sah, dass die Seele des Menschen noch nicht erstorben ist. Von solchen abseitigen Orten aus wird sich das reine menschliche Bewusstsein immer wieder über die Welt ausbreiten. Meine Freundschaft mit Hans Hasso von Veltheim und mit Ostrau ist die schönste Frucht meines Aufenthaltes in Europa und in Deutschland.“

26. Dezember 1936

Sri Mohonlal Gongopadhyaya – Tagore

Sarabhai

Sarabhaidie Familie: Vater, Mutter, 2 Söhne, 3 Töchter, nebst indischer Dienerschaft verbrachte die Pfingsttage 1935 bei Veltheim im Schloss Ostrau:

Veltheim erhielt Gegeneinladung von Sarabhai nach Indien. Die Kosten der Passage und alle Ausgaben in Indien wurden von Sarabhai übernommen.

 

Jiddu Krishnamurti

(1895–1986), achtes Kind einer Brahmanenfamilie (Priesterkaste). Von der theosophischen Gesellschaft als der neue Weltenlehrer proklamiert. Wurde später, nach seiner Trennung von der theosophischen Gesellschaft,  als indischer Philosoph bezeichnet.

Erster und einziger Vortrag in Deutschland am 02.04.1931 in der überfüllten Philharmonie Berlin.

Eintragung im Gästebuch Ostrau S. 307,  1. – 13.04. 1931:

„Meditation of the heart is understanding“

J. Krishnamurti

D. Rajagopal

(Krishnamurtis indischer Sekretär)

Viele seiner indischen Kontakte hat Veltheim Krishnamurti zu verdanken – z.B. u. a. auch zur Familie Amabalal Sarabhai aus Ahmedabad (indischer Unternehmer).

Joachim Ringelnatz

(1883-1934) Schriftsteller, Kabarettist und Maler.

Eintragung vom 04.11.1929 im Gästebuch.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Helmuth Glasenapp

Prof. Dr. (1891 – 1963), Indologe und Religionswissenschaftler.

Veltheim hielt sich in seinen unter dem Sammelbegriff „Tagebücher aus Asien“ erschienenen Büchern, wenn es um speziell indologische Kenntnisse ging, an Glasenapp.

Im Schloss Ostrau waren wegen Bombengefahr Bücherkisten von Glasenapp untergestellt (abhanden gekommen).

Eintragung im Gästebuch Ostrau 1935:

„Auch wenn er fern ist, wird den Seinen

Ein Freund doch nie als fern erscheinen.

Der Mond ist fern – und doch erwacht

Durch ihn der Lotos in der Nacht.“

Indischer Spruch übersetzt von L. Fritze

In dankbarer Erinnerung an die schönen Tage

vom 12. bis 15. Oktober 1935

Helmuth von Glasenapp

 

Rabiner Dr. Leo Baeck

Rabiner, Dr. (1873 – 1956), 1933 zum Präsidenten der neu gebildeten Reichsvertretung der Deutschen Juden gewählt. Im Konzentrationslager Theresienstadt von Januar 1943 – Mai 1945. Umfangreiche Korrespondenz Baeck/Veltheim vom 15.04.1923 – 08.07.1947 im Privatarchiv bei Pfr. i. R. Dieter Pretzsch, Halle.

Baecks letzte Eintragung im Gästebuch Ostrau S. 439 vom 12. September 1932:

„Ein seltenes Gut, Baumeister im Ererbten zu sein,

von den Vätern zu empfangen und ihnen zu geben.“

Leo Baeck

Veltheim hatte ein sehr wichtiges Manuskript Baecks auf Schloss Ostrau in Verwahrung genommen als Baeck nach Theresienstadt deportiert wurde. Dieses Manuskript bildete den ersten Teil seines zweibändigen Werkes „Dieses Volk“, das 1956 veröffentlicht wurde und heute als das ‚Testament’ Baecks gilt.

Eintragung im Gästebuch Ostrau S. 371:

„den Menschen im Heiligtum darf man nur hinaufführen aber nicht hinabführen.“

21. März 1923   Leo Baeck

Die Manuskripte Baecks, dessen Schabbesleuchter, seine China-Vase, sowie Bücher von ihm übergab Veltheim vor seiner Flucht aus Ostrau an die Provinzial-Regierung (an den Präsidenten der Prov. Sachsen in Halle a. d. Saale – Prof. Dr. Hübener).

Baeck war auch in der Nazizeit mehrmals Veltheims Gast. Veltheim half ihm außerdem in Berlin, sowie in Theresienstadt mit Paketen, die er ihm durch einen Kurier zukommen ließ.

Richard Wilhelm

Prof. Dr. (1873 – 1930), Theologe und Sinologe (China-Wissenschaftler). Gründer des Chinainstitutes bei der Universität Frankfurt a. M..

Letzte Eintragung Wilhelms im Gästebuch Ostrau S. 119, 1929.



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