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Werner auf Ostrau, Kösseln und Groß-Weißand (1817 – 1855).

 

Geboren am 1. Juli 1817 in Halle (Bergamt, Domplatz 1) als Sohn des Franz Wilhelm Werner und der Gräfin Marianne Albertine.

Er war das dritte Kind und der zweite Sohn des Oberberghauptmanns und der Bruder von Ludolph Heinrich von Veltheim.

Gestorben am 31. Juli 1855 in Ostrau an einem sogenannten Nervenfieber (Unterleibstyphus) im Alter von nur 38 Jahren. Er kehrte schon krank von Salzburg zurück, wo er hingereist war, um seinen Bruder Burchard, der an derselben Krankheit dort starb, zu pflegen, was er auch mit der größten Liebe und Treue tat bis zu dessen Tode. Für die seinen war es eine unaussprechliche Freude, dass er in seinem lieben Ostrau sterben konnte. Sein Sarg wurde mit Glockengeläut und zahlreicher Begleitung durch das Dorf in die Schlosskirche getragen und dort zunächst, bis zur Fertigstellung seiner Gruft am Kirchturm, aufbewart. Über dem Eingang zur Gruft stand geschrieben: „Ihrem teuren Ehegemahl erbaute diese Gruft Margarethe von Veltheim, geborene von Krosigk. Selig sind, die da Leid tragen, denn sie sollen getröstet werden.“

8 Kränzlein (8 Kinder) schmückten das Grab des Vaters, und ein noch größerer schlang sich um das Kreuz. Die Tür zum Gewölbe war mit Rosen und Epheu bekränzt.

1847 wurde er mit dem 10. Teil von Auerbachs Hof in Leipzig, den er von seiner Mutter ererbt hatte, belehnt. Er hinterließ ihn seiner Frau und seinen Kindern.

Nachdem er auf dem Pädagogium in Halle das Abiturientenexamen bestanden hatte, bezog er mit 19 Jahren die Universität in Berlin.

Werner war mit Edgar von Westphalen befreundet und studierte in Berlin um 1837 mit ihm zusammen die Jurisprudenz. Dort trafen sie beide auch mit Karl Marx zusammen, um sich  in stundenlangen Gesprächen mit dessen Ideen auseinander zusetzen.

Werner schreibt 1839: „Es ist gerade wieder eine große Revolution in mir gewesen. Ich fand Marx bei Edgar, und dieser riss durch seine philosophischen Klügeleien und Wortgebäude meine ganze Ruhe für mehrere Tage fort.“

12 Jahre später trägt er am 24.08.1851 in sein Tagebuch ein: „Marx, der Berüchtigte, hat mich um ein Darlehn von 30 Pfd. Sterling gebeten. Er ist Kommunist, wenn seine Schriften Geltung erhielten, würde ich Eigentum und Familie verlieren, zur Frau hat er meine Cousine, Jenny Westphalen, ist ein Universitätsbekannter, ist in Not, - ich habe ihm durch Lorenz Meyer in Hamburg 15 Pfd. Sterling geschickt.“

Tagebucheintragung Werners vom 06.08.1851: „Ich habe den Prof. Senff gebeten, mir gelegentlich eine Zeichnung zu einem Monument für den seligen Vater (Oberberghauptmann) zu entwerfen (steinerner Sockel, eiserne Säule und oben eine Büste), aufzustellen etwa unter der Akazie der Bergbank (leider nie ausgeführt).“

Im Jahre 1851 ließ Werner den sogenannten neuen, weißen Saal im Schloss einbauen. Am 22. Juni 1851 wurde dieser anlässlich der Tauffeier seines 6. Kindes, dem Sohn Ulrich, und dem Hochzeitsfest seiner Schwester Anna, eingeweiht.

"Nach Anna von Krosigk war Werner, als eine edle, strebsame, großmütige Natur, auch äußerlich mit allem geschmückt, was der Mensch am Menschen liebt und liebenswert findet. Schöne, seltene Geistesgaben, ein reiches, tiefes Gemüt und eine Holdseligkeit seines Wesens, wie man sie selten findet, liehen seinem Umgang etwas Bezauberndes. Wo er sich zeigte, flößte er Liebe und Vertrauen ein."

 

Ehefrau

Isidore Margarethe von Krosidk zu Hohenerxleben.

 

Geboren am 1. September 1824 in Rathmannsdorf als Tochter des Adolf auf Hohenerxleben und der Lisette von Westphalen.

Heirat am 30. Juni 1842 in Hohenerxleben.

Gestorben am 25. November 1885 in Zierow – sie war 1877 dorthin zu ihrer ältesten Tochter gezogen. Nach der Überführung  wurde sie neben ihrem Mann in der Gruft am Turm der Schlosskirche zu Ostrau beigesetzt.



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