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Krosigk und Kaltenmark

Kirchengemeinde

Die Evangelische Kirchengemeinde Krosigk/Kaltenmark bestellt ihren eigenen Gemeindekirchenrat. Sie gehört zum Pfarrbereich Ostrau, wo ein Großteil des Gemeindelebens stattfindet. Leider können nur noch selten Gottesdienste in der Krosigker Kirche stattfinden. Dennoch beleben die Gemeindeglieder ihre Kirche erfolgreich durch verschiedene kulturelle Veranstaltungen und können so für ihre Erhaltung sorgen.

Ortschaften

640 Großni, 927 & 1040 Crozuk, 1156 Crozuch, 1207 Krozuc, 1356 Crozik, 1642 Crosige. Der Name leitet sich aus dem Altslawischen ab und heißt soviel wie Gestein, Geröll, Klippen oder kurz: felsige Gegend (Porphyr).

Kaltenmark wird 1451 als Kaltenmarckt erwähnt.

Zahlreiche archäologische Fund in der Gemarkung von Krosigk belegen älteste Besiedlung: An der Bosswiese wurden mit Steinplatten abgedeckte Hockergräber und auf der Kirchbreite steinerne Waffen geborgen.

840 wird das Bollwerk Großni als deutsche Herrenburg erwähnt. 927 legt Kaiser Heinrich I. (+ 936) eine Reihe Burgen gegen das Vordringen der Slawen an, unter denen auch „castrum Crozuk“ genannt wird. Der ursprünglich 30 m hohe Bergfried wurde innerhalb einer Wasserburg als erstes steinernes Bauwerk in weiter Umgebung gebaut. 1886 wurden aus Sicherheitsgründen 7 m von dem Bergfried abgetragen.

Dorfkirchen

1052 erfolgt die erste Erwähnung einer Kapelle auf der Wasserburg Crozuk. Ihr Priester versorgte auch die so genannte „Heidenkapelle“ auf dem Lauterberg (Petersberg). Die Dorfkirche wurde an Stelle einer Vorgängerin auf einer Anhöhe über dem Ort 1152 neu errichtet und "unserer lieben Frauen und den heiligen drei Königen" geweiht.

Nach der Schlacht am Welfesholz bei Gerbstedt (1115) fand Wiprecht von Groitzsch, vor Heinrich V. flüchtig geworden, mit den Seinen Unterkunft in der Vorhalle der ersten alten Dorfkirche.

An der heutigen Dorfkirche befindet sich über dem Eingang ein Tympanon, welches vermutlich noch aus der Kirche von 1152 stammt. (Es könnte allerdings noch älter sein.) Das Tympanon enthält eine Rankenmaske.

Zur Zeit des dreißigjährigen Krieges verfiel das Kirchenschiff. Das Sanktuarium, die Apsis und der Turm blieben erhalten. Von ca. 1810 bis 1897, ca. 87 Jahre lang, blieb die Kirche Ruine. 1897 wurde sie unter Verwendung der etwa zu einem Drittel Höhe stehen gebliebenen Grund- und Umfassungsmauern neu errichtet.

Die einzig noch vorhandene Glocke mit dem Ton a wurde 1353 in Halle gegossen. Sie trägt die Inschrift: "DUM TRAHOR AUDITE VOCO VOS AD SACRA ANNO MCCCLIII": "Wenn ich hin und her bewegt werde, rufe ich euch zum Heiligtum. Anno 1353." Eine ursprünglich vorhandene zweite Glocke von 1708 musste im I. Weltkrieg abgegeben werden.

In der Kirche befindet sich ein Grabstein mit einer Ritzfigur in Sandstein von 1296. Die Figur ist mit einem Schwert, einem Wappenschild und einer Helmzier dargestellt. Der Wappenschild enthält die drei Pflugschare, die noch heute im Wappen derer von Krosigk geführt werden. Der Grabstein trägt die Inschrift: "Rudolf von Garsena, der edle Ritter. Er verstarb im Jahre des Herrn 1296". Weitere Grabsteine aus Sandstein betreffen die Familie von Trotha. Die Familie von Trotha hat Krosigk 362 Jahre, bis 1813, besessen.

Im Pfarrgehöft hinter dem Pfarrhaus steht ein Taubenturm, der schon in einer Urkunde vom 8. August 1763 erwähnt wird. Der Besatz von damals fünf Flugtauben gehörte zum Einkommen des Pfarrers.

Am 23. Oktober 1644 wird Krosigk von schwedischen Truppen überfallen und großteils zerstört. 1653 dringen aus den dichten Wäldern, die Krosigk umgeben, Wölfe bis in das Dorf mit seinen zahlreichen Trümmerstätten vor.

 

Die Kirche in Kaltenmark wurde 1983 über das zu der Zeit noch zuständige Pfarramt in Nauendorf an die Kunstschmiede Freyer/ Kleemann verkauft.

Die Glocke aus dieser Kirche aus dem Jahre 1500, mit einem Durchmesser von 102 cm und dem Ton gis wurde auf einem Glockenstuhl, den man auf dem kommunalen Friedhof in Kaltenmark errichtete, aufgehängt, um dort zu Beerdigungen geläutet werden zu können.

 



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